Aktuelles

Tipps rund ums Heizen und Lüften von Wohnräumen im Winter

Der VDIV Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. klärt auf

Winterzeit ist Heizungszeit: Gerade in den Monaten von Oktober bis März fällt dem Heizen und Belüften der Wohnräume eine große Bedeutung zu. Doch wie lüften und heizen Wohnungseigentümer und Mieter effizient und richtig? Der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. (VDIV-RPS) gibt wichtige Regeln für die Heizperiode.

Für ein gesundes Wohnklima sind Temperaturen von 20 bis 22 Grad in Küchen und Wohnräumen, sowie 23 Grad in Badezimmern völlig ausreichend, in Schlafzimmern oder Fluren reichen auch 18 Grad. Trotz winterlicher Temperaturen empfiehlt der VDIV-RPS, auch in kalten Wintermonaten jeden Raum mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten bei komplett geöffneten Fenstern durchzulüften. Besonders in Schlafzimmern, Küchen oder Badezimmern ist dieser regelmäßige Luftaustausch dringend erforderlich: Kochen, Duschen oder Wäschewaschen führt zur Bildung von Wasserdampf und Feuchtigkeit, die mit Stoßlüften unbedingt entfernt werden muss. Zusätzlich ist es sinnvoll, feuchte Flächen auf Fliesen oder im Bereich der Badewanne oder Duschwand in Badezimmern ohne Fenster mit einem Handtuch aufzuwischen. Das gilt auch, wenn sich kleinere Wassertropfen an Fensterrändern bilden. Damit sich die Feuchtigkeit nicht in allen Wohnräumen verteilt, sollte das Belüften von Küche und Bad nur bei geschlossener Zimmertür erfolgen.

Die Sorge, dass bei Regenwetter oder Schneetreiben durch das geöffnete Fenster weitere Feuchtigkeit in die Räume zieht, ist unbegründet, da die Außentemperatur immer „trockener“ ist als die warme und feuchte Raumluft. Angelika Neubauer, Vorstandsmitglied im VDIV-RPS: „Einfaches Lüften bei gekipptem Fenster führt zu keinerlei Luftzirkulation. Im Gegenteil: Das Mauerwerk kühlt aus, das Schimmelrisiko erhöht sich und die Heizkosten steigen. Um diese Gefahr zu minimieren, sollte die warme und feuchte Luft in der Wohnung regelmäßig durch Stoßlüften ausgetauscht und das komplette Auskühlen der Wohnung immer verhindert werden. Wir empfehlen, etwa bei einem Kurztrip über das Wochenende, die Heizung nie komplett auszudrehen, sondern auf einer niedrigen Durchschnittstemperatur weiter in Funktion zu belassen und bei Ankunft die Wohnung auch wieder gut durchzulüften.“

Stichwort „Energieeinsparung“: Für eine effiziente Wärmeleistung sollten die Heizkörper regelmäßig entlüftet werden und frei zugänglich sein, Handtücher oder ähnliches nicht auf der Heizung trocknen. Um Energie nicht „nach außen“ zu verheizen, empfiehlt der VDIV-RPS alle Fenster gelegentlich auf undichte Stellen zu kontrollieren und vorhandene Rollläden abends zu schließen. Auch ein Überdenken des eigenen Heizverhaltens macht sich auf der Nebenkostenabrechnung bezahlt: Schon ein Grad weniger Raumtemperatur, spart bis zu sechs Prozent der Energiekosten.

Bei Fragen zu diesen oder andere Themen steht der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. gerne per Mail an office@vdiv-rps.de zur Verfügung. Allgemeine Informationen rund um Immobilien erhalten Interessierte auch im Internet unter www.vdiv-rps.de oder bei www.facebook.com/vdivrps.

31.1.2019

Aktuelles

Neues WEG in Kraft

Heute ist das neue Wohnungseigentumsgesetz in Kraft getreten. Zahlreiche Bereiche wurden grundlegend neu gestaltet und stellen die Immobilienverwaltung endlich auf eine zukunftsfähige und wohl rechtssichere Basis. Das jahrelange Engagement des VDIV Deutschland, der sich mit Nachdruck für eine umfassende Novellierung des nicht mehr zeitgemäßen Regelwerks einsetzte, hatte Erfolg. Angefangen mit einem ersten Gutachten zur Harmonisierung von WEG- und Mietrecht im Jahr 2012 bis heute gab es keinen Verband, der sich so konsequent und beharrlich für eine Reform einsetzte wie der VDIV Deutschland. Immobilienverwaltungen können künftig effizienter agieren, wichtige energetische Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden nicht länger durch die Blockadehaltung einzelner Eigentümer verhindert, die Rolle der rechtsfähigen Gemeinschaft wandelt sich grundlegend.

Anwalts- und Gerichtsgebühren steigen

Am 27. November hat der Bundestag einstimmig eine Anpassung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) beschlossen. Stimmt am 18. Dezember auch der Bundesrat dem Gesetzentwurf zu, werden die gesetzlichen Gebühren der Rechtsanwälte ab Beginn des kommenden Jahres um zehn Prozent steigen. Schon im September hatte das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Justizkosten- und des Rechtsanwaltsvergütungsrechts beschlossen, sieben Jahre nach der letzten Gebührenanpassung. Auch die Gerichtskosten sollen um zehn Prozent steigen.

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