Aktuelles

Nachgefragt: „Grillverbot in Mietwohnungen?“ Der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. klärt auf

Sommer und Grillen - das gehört einfach zusammen. Auch Bewohner von Mietwohnungen möchten in der schönsten Zeit des Jahres ungern auf den Grillgenuss verzichten: Ist es jedoch erlaubt, auf Terrasse oder Balkon den Holzkohlegrill anzuwerfen? Welche Vorschriften Sie beachten müssen, erklärt der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Grundsätzlich ist Mietern das Grillen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon gestattet. Es gilt dabei jedoch das Gebot der Rücksichtnahme: Der Nachbar sollte nicht gezwungen sein, den direkten und konzentrierten Rauch einzuatmen. Dies kann ein Verstoß gegen das Immissionsschutzgesetz darstellen und mit Geldbußen geahndet werden.

Zur Sicherung des Hausfriedens sollte jeder Mieter seine Mitbewohner über die nächste Grill-Session informieren. Der VDIV Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. empfiehlt auf Balkonen und Terrassen den Einsatz von rauchfreien Elektrogrills und Aluminiumschalen, um die Geruchs- und Rauchbelästigung zu minimieren.

Wie häufig pro Monat gegrillt werden darf, ist einzelfallabhängig und gesetzlich nicht klar festgelegt. Zwischen April und September liegen ein bis zwei Grilltermine pro Monat im Rahmen des Zumutbaren. Handelt es sich um eine Grillparty mit größerer Geräuschkulisse, muss ab 22.00 Uhr die Nachtruhe eingehalten werden.

Ist das Grillen im Mietvertrag oder der Hausordnung ausdrücklich verboten, sind Mieter verpflichtet, sich an diese Klausel zu halten. Wer das Grillverbot missachtet, riskiert Abmahnungen oder die Kündigung (LG Essen 10 S 438/01).

Bei Fragen zu diesen oder andere Themen steht der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. gerne zur Verfügung: telefonisch unter 0621-5610638 oder per Mail office@vdiv-rps.de. Allgemeine Informationen rund um Immobilien erhalten Interessierte auch im Internet unter www.vdiv-rps.de oder bei www.facebook.com/vdivrps.

25.05.2018

Aktuelles

Bundestag beschließt Neuaufteilung der Maklerkosten

Verkäufer von Wohnungen und Einfamilienhäusern dürfen künftig nur noch maximal 50 Prozent des insgesamt zu zahlenden Maklerlohnes an den Käufer weitergeben. Das hat der Bundestag beschlossen. Durch diese bundesweit einheitliche Neuregelung soll verhindert werden, dass Maklerkosten, die vom Verkäufer verursacht wurden und vor allem in seinem Interesse angefallen sind, im Kaufvertrag vollständig oder zu einem überwiegenden Anteil dem Käufer aufgebürdet werden.

Grüne schlagen Sicher-Wohnen-Programm vor

Ergänzend zu den bisher von der Bundesregierung eingeleiteten Hilfsmaßnahmen für Mieter und Eigentümer soll ein zusätzliches KfW-Kreditprogramm aufgelegt werden. Einen entsprechenden Antrag (19/19148) hat die grüne Bundestagsfraktion eingereicht. Danach sollen Mieter, selbstnutzende Eigentümer und anerkannte Träger der Wohlfahrtspflege Corona-bedingte Mietrückstände und Hypothekenkredite durch einen zinslosen Kredit der KfW mit zehnjähriger Laufzeit bezahlen können.

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